…immer in die Fresse rein!
Tarantino’s neuer Film gefällt den deutschen Nazis ganz und gar nicht, wen wunderts …uns nicht – aber der Film, der gefällt.
Mancher wünschte sich, einmal so sein zu können, einmal den Nazis es so richtig zu geben …jaja, das Wunschdenken, vor allem bei der (autonomen)Antifa, nicht wahr.
Nun gut, es geht nicht darum einer abhanden gekommen Radikalität nach zu trauern, sondern sich das filmische Werk zu Gemüte zu führen und eben einfach mal ein wenig zu träumen ..und sind es nicht die Träume, aus denen wir unsere Kraft ziehen, die uns in unserer Kreativität beflügeln, ihr gar Flügel verleihen …also, schauen wir Film und träumen und werden kreativ. Doch zuvor möchten wir euch textlich unterhalten.
Die JungleWorld tituliert Antifa heißt Angriff! Was sich die Antifa erträumt, kommt jetzt zumindest auf die Leinwand: In Tarantinos neuem Film werden Nazis gehörig eingemacht. Mit deutscher Vergangenheitsduselei und angenehmem Gruseln hat das nichts zu tun. Denn wenn hier Deutsche zu Opfern gemacht werden, dann zur Abwechslung mal so richtig.
… und somit geben wir hier Auszüge der Artikel wieder und verweisen auf das weiterlesen. Viel Spaß, bei Text, Film …und den Träumen.
Arme kleine Nazis
Seit Ende des vergangenen Jahres bekannt wurde, dass im neuesten Tarantino-Film jüdische Amerikaner im Zweiten Weltkrieg in Europa auf Nazijagd gehen, empören sich deutsche Neonazis über die von ihnen befürchtete »Deutschenfeindlichkeit des Films«. »Psychopatisch und drogensüchtig« sei der Regisseur, klagen Neonazis und stellen sich besorgt die Frage, wie man als »volkstreuer Mensch« mit solchen Filmen bloß umgehen soll.
Bereits im Februar meldete sich die neonazistische »Gesellschaft für freie Publizistik« zu Wort. »Jeder Deutsche ist aufgefordert, diese primitive Hetze zu stoppen«, hieß es in einem reißerischen Boykottaufruf. Man drohte gar großspurig: »Wir werden nicht tatenlos zusehen, wenn angloamerikanische und/oder perverse Schauspieler, Filmproduzenten und Regisseure unser Volk (…) verhetzen und die Gehirne dieser Brot-und-Spiele-Gesellschaft weiterhin vernebeln!« Doch bereits wenige Tage später erkannten die Nazis auf ihrer Internetplattform »Altermedia« dann, dass sie zu bedeutungslos sind, um das »prozionistische Propagandafilmschaffen« zu stoppen.
Auf einer anderen rechtsextremen Internetplattform,
»widerstand.info«, teilte man die Meinung über die Aussichtslosigkeit eines Boykottaufrufs und forderte stattdessen, beim Kinobesuch »die Stimmung und Meinung zum Film« aufzufangen, »um dann dort kulturpolitisch aktiv zu werden«. Ganz sicher sind sich die Kameraden, dass die junge Generation keine Lust mehr auf eine »einseitige Geschichtsschreibung« habe. Die Identifikation mit den Filmnazis und deren Verteidigung ist bei den echten Nazis offenbar eine Frage der Ehre. Insbesondere die im Film gezeigte Gewalt gegen die Wehrmacht sei »pervers«. Zwar gebe es »auch in nationalen Kreisen sicherlich nicht wenige Menschen«, »die es sehr wohl genießen, sich Filme anzusehen, welche sich inhaltlich nur aufs Töten oder besser gesagt, Abschlachten von Menschen beschränken«. Doch bei Tarantino gehe es »nicht um fiktive Geschichten«, sondern um die »perverse Geschichtsauffassung, wonach alle deutschen Soldaten es wert wären, ›abgeschlachtet‹ zu werden«. Das mache »aus diesem Film schon eine Art Politikum«.
eine historische Abschweifung zu »Inglorious Bastards«
Unser Fazit lautet jetzt schon und eigentlich immer:
Damals wie heute Nazis auf die Fresse!
Explore posts in the same categories: up to date